
M31, die berühmte Andromedagalaxie – unser nächstgelegener galaktischer Nachbar.
Es ist immer wieder faszinierend, wie viel Struktur man schon mit Amateur-Equipment sichtbar machen kann.
Was man auf dem Bild sieht:
Das helle Zentrum der Galaxie – der dichte, alte Bulge aus Milliarden Sternen.
Die große Staubspur, die sich wie ein dunkles Band um das Zentrum legt.
Feinere Spiralarme mit unzähligen jungen Sternen und Sternentstehungsgebieten.
Links oben das kleine, runde Nebenobjekt: M32, eine elliptische Zwerggalaxie, die M31 umkreist.
Auch die große Sternassoziation NGC206 ist links außen gut zu erkennen.
Ein paar Fakten zu M31:
Entfernung: ca. 2,5 Millionen Lichtjahre
Durchmesser: etwa 220.000 Lichtjahre – damit ist sie größer als unsere Milchstraße
Sterne: schätzungsweise eine Billion (im Vergleich zu 200 bis 400 Millarden in unserer Milchstraße)
Bewegung: Sie bewegt sich mit rund 110 km/s auf uns zu
In etwa 4 Milliarden Jahren wird sie mit der Milchstraße verschmelzen – zur sogenannten Milkomeda.
Geschichte & Entdeckung:
Schon die alten Perser beschrieben den „Nebelfleck“ im Sternbild Andromeda.
964 n. Chr. hielt der Astronom Al-Sufi ihn erstmals schriftlich fest und nannte sie "die kleine Wolke".
Charles Messier schrieb in seinem Katalog die Entdeckung Simon Marius (deutscher Mathematiker und Astronom) 1612 zu.
Simon Marius beschrieb den Anblick so: "The light of a candle shining through horn"... sehr passend, auch heute noch für visuelle Beobachter
Bis ins 20. Jahrhundert dachte man, M31 wäre ein Nebel innerhalb der Milchstraße.
Erst Edwin Hubble bewies 1923 durch die Beobachtung von Cepheiden, dass es eine eigene Galaxie ist – und dass das Universum voller „Inseluniversen“ steckt.
Für mich ist M31 jedes Mal ein Highlight – sie ist nicht nur ein schönes Fotomotiv, sondern erinnert auch daran, wie klein wir im kosmischen Maßstab wirklich sind.
Die Daten:
Lacerta 80/500 auf Juwei-14
Asi485MC mit UV/IR Cut und 0.79x Reducer
274x30s Lights (als ca. 2,3h Belichtungszeit)
Korrektur mit Darks und Flats
Aufgenommen mit Sharpcap
Bearbeitet mit Darktable