Hier habe ich einen Teil des Schleiernebels im Sternbild Schwan fotografiert – die Überreste einer gewaltigen Supernova-Explosion, die sich vor rund 15.000 Jahren ereignete (die Angaben reichen von 8000 bis 20000 Jahren). Das leuchtende Gas wird bis heute durch die Stoßwellen zum Strahlen angeregt und formt diese feinen, filamentartigen Strukturen.

Der helle Stern in der Mitte heißt 52 Cygni – er wirkt, als würde er mitten im Nebel stehen, ist aber in Wirklichkeit viel näher an uns dran als der Nebel. Die Überreste der Supernova liegen rund 2.400 Lichtjahre entfernt.

Ein faszinierender Blick auf das, was von einem explodierten Stern nach so langer Zeit übrigbleibt.  
Das Licht der roten Nebelstrukturen kommt vom ionisierten Wasserstoff und das blau/grüne Licht wird vom ionisierten Sauerstoff ausgesendet. (Genauer nach der Rekombination und dem Kaskadenübergang)

Aufgenommen habe ich dieses Bild mit meinem neu zusammengestellten Setup:
Lacerta 80/500mm mit 0,79x Reducer
Juwei 14 auf Az-GTi Tripod
Asi485MC mit SV220 Filter
97 x 2min also ca. 3,2h Belichtungszeit
Darks und Flats korrigiert
Nachbearbeitet mit Gimp und Graxpert.