
Sonne in H-Alpha
Heute mal wieder die Sonne – aufgenommen mit meinem Acuter 40/400 im H-Alpha-Bereich
Was H-Alpha-Aufnahmen so besonders macht: Man fotografiert hier nicht einfach „weißes Licht“, sondern isoliert eine ganz bestimmte Wellenlänge (656,28 nm), die vom Wasserstoff in der Sonnenatmosphäre ausgesendet wird. Dadurch sieht man plötzlich Strukturen, die im normalen Licht komplett unsichtbar sind. Aufgenommen habe ich das Bild in S/W und danach wurde das Bild entsprechend eingefärbt. Original wäre das Licht von H-Alpha im dunkelroten Bereich angesiedelt.
Statt einer gleichmäßig hellen Scheibe erscheinen:
– Protuberanzen am Sonnenrand (riesige Plasma-Auswürfe)
– Filamente auf der Oberfläche (dunkle, schwebende Materiestrukturen)
– und feine Details in der Chromosphäre, die ständig in Bewegung sind
Man blickt also nicht nur auf die „Oberfläche“, sondern quasi in eine aktivere, dynamischere Schicht der Sonne.
Für mich jedes Mal faszinierend, wie viel da eigentlich los ist – und wie sehr sich das Bild von dem unterscheidet, was man im Weißlicht erwarten würde.
Ich hoffe euch gefällts und ich wünsche euch ein schönes, sonniges und verlängertes Wochenende!