Am 12. August 2026 führte uns die partielle Sonnenfinsternis auf den Michelberg in Niederösterreich. Gegen 16:00 Uhr kamen wir dort an – bei bestem Wetter und entsprechend guter Laune. Noch war es auf dem Berg angenehm ruhig, sodass wir genügend Zeit hatten, unser Equipment aufzubauen, einzurichten und alles für die Beobachtung vorzubereiten.

Während wir anfangs noch fast alleine waren, änderte sich das im Laufe des Nachmittags deutlich. Immer mehr Besucher kamen auf den Michelberg, und der Platz füllte sich zusehends. Die bevorstehende Sonnenfinsternis lockte viele Menschen auf den Berg, und entsprechend gespannt warteten wir gemeinsam auf den Beginn des Ereignisses.

Um 19:22 Uhr war es schließlich so weit: Der Mond begann, sich vor die Sonne zu schieben. In den folgenden Minuten ließ sich sehr schön beobachten, wie die Sonnenscheibe immer stärker bedeckt wurde.

Die Aufnahme mit dem Verlauf der Finsternis zeigt verschiedene Phasen zwischen 19:22 Uhr und 20:03 Uhr. Besonders schön sind dabei neben der zunehmenden Bedeckung auch die Strukturen auf der Sonnenoberfläche zu erkennen.



Nach 20:03 Uhr wurden die Beobachtungsbedingungen zunehmend schwieriger. Die bereits tief stehende Sonne verschwand immer häufiger hinter Wolken, sodass weitere brauchbare Aufnahmen kaum noch möglich waren.

Trotzdem hatte der Abend noch einen ganz besonderen Abschluss zu bieten. Kurz vor Sonnenuntergang bot sich vom Michelberg ein wunderschöner Blick über die Landschaft Niederösterreichs, während die Sonne langsam am Horizont verschwand.

Ein kleines, aber besonders interessantes Detail findet sich dabei im letzten Bild: In der Linsenreflexion der Kamera ist die teilweise verfinsterte Sonne noch einmal als kleine Sichel zu erkennen. So hat sich die Sonnenfinsternis in den letzten Minuten des Sonnenuntergangs gewissermaßen ein zweites Mal im Bild verewigt.

Ein rundum gelungener Beobachtungsabend – mit guter Stimmung, vielen interessierten Besuchern und einem astronomischen Ereignis, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Equipment:
Acuter 40/400mm auf AZ-GTi
Asi678MM
Aufgenommen mit FireCapture
Gestacked mit AutoStakkert
Bearbeitet mit Registax und Affinity Photo 2