Ein dichter, fast kugelförmiger Lichtball mitten im All – das ist Messier 3, einer der schönsten Kugelsternhaufen am Frühlingshimmel.

Entdeckt wurde er 1764 von Charles Messier – für ihn war es damals nur ein unscharfer Nebelfleck. Erst später erkannte man: Dahinter steckt kein Nebel, sondern ein gewaltiger Schwarm aus ca. 500.000 Sternen, die durch ihre gemeinsame Gravitation eng zusammengehalten werden.

Kugelsternhaufen wie M3 sind etwas ganz Besonderes. Sie gehören zu den ältesten Objekten unserer Milchstraße und kreisen weit draußen im Halo um das galaktische Zentrum. Man kann sie sich wie kosmische Zeitkapseln vorstellen – Überbleibsel aus der Frühzeit unserer Galaxie, lange bevor sich die heutige Sternscheibe vollständig ausgebildet hat.

Auch im Bild selbst fällt eine schöne Struktur auf:
Rund um den dichten Kern von M3 bilden drei deutlich hellere Sterne ein lockeres Dreieck. Dieses hebt sich sofort vom feinen Hintergrund der vielen schwächeren Sterne ab und gibt dem Bild eine klare Orientierung. Der Kugelsternhaufen wirkt dadurch fast eingerahmt – eingebettet in sein Umfeld, aber gleichzeitig klar davon abgegrenzt.

Kugelsternhaufen faszinieren mich immer wieder aufs Neue und ich hoffe ich kann euch auch etwas dafür begeistern.

Die Daten:
Lacerta 80/500 auf Juwei-14
Asi485MC mit UV/IR Filter
40 Light Frames zu je 1min
Mit Darks und Flats korrigiert
Aufgenommen mit SharpCap
Bearbeitet mit Affinity Photo 2 und Darktable